Im Wald

Im April und Mai dieses Jahres war Ingo Giezendanner aus Zürich in der Paedakoop Schlins zu Gast und pendelte zwischen der Großstadt und dem kleinen Dorf hin und her. 

Der Künstler mit dem auffallenden Kleidungsstil verbrachte seine Zeit mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, die ihn bei seinen Spaziergängen in den Wald begleiten, ihm bei seinem Schaffen zusehen und sich zum eigenen Schauen und Zeichnen inspirieren lassen konnten.

Nicht nur mit Papier und Stift entstanden dabei wunderbare, gezeichnete Werke, die vor allem Bildausschnitte des Waldes zeigen. Auch die Wände im improvisierten Atelier wurden zur Zeichenfläche. 

Ingo Giezendanner schaffte es immer wieder, Ruhe und eine herzenswarme Atmosphäre zu verbreiten und den Kindern und Jugendlichen so seine inspirierende Arbeit näher zu bringen. 

Die gesammelten Kunstwerke aus den zwei Monaten Arbeit wurden in einem Heft zusammengefasst, das die Kinder und Jugendlichen als Abschlussgeschenk überreicht bekamen. 

 

 

Kunst und Bau

Acht  Künstlerinnen und Künstler arbeiten über vier Jahre hinweg je zwei Monate in der Paedakoop Schlins.

 

Gestartet hatte dieses Projekt mit der Vorarlberger Künstlerin Maria Jansa, die im Frühjahr 2016 mit dem Projekt Tonobjekte im Feldbrand gewirkt hat.

Die Lemniskate, die liegende Acht, steht für Unendlichkeit und diese war Ausgangspunkt einer sehr poetischen und gleichzeitig sehr archaischen Kunst, die Kinder und Jugendliche mit Maria Jansa schufen.

Höhepunkt dieser Arbeit war das Brennen der Objekte im Feldbrand auf freiem Gelände.

 

 

Im Herbst 2016 erarbeitete der in München lebende Künstler FLATZ mit Kindern und Jugendlichen faszinierende Objekte, die schließlich in einer Ausstellung gezeigt wurden.

FLATZ wählte das Thema Haus: Was ist ein Haus? Wozu dient es? Aus welchen Materialien kann es gebaut werden?

Mit Gesprächen, Zeichnen, Planen und dem Bau von Modellen gelang es den Jugendlichen, Bilder und Objekte von hoher Eindrücklichkeit zu schaffen.

Und FLATZ gelang es, im Rahmen des Ateliers, Räume, Gedanken und Gefühle zu öffnen – und den Einen oder Anderen für Kunst und damit eine Auseinandersetzung mit sich und dem Leben zu begeistern.

 

 

Im Frühjahr 2017 verwirklichte das Künstlerpaar Bele Marx & Gilles Mussard ein großes Projekt mit dem Titel heimat–made in schlins, ein festiver filmdrehtag. Die Arbeit dieser beiden Monate, alle Vorbereitungen und Übungen in den Bereichen der Zeichnung, Video, Performance, Skateboarding, Pétanque u.v.a., mündete in einen festiven Drehtag auf der Burgruine Jagdberg.

Es entstanden wunderbare Bilder und Szenen, die Anfang Oktober im Rahmen einer Rohfilmpräsentation und einer Ausstellung im Alten Hallenbad in Feldkirch gezeigt wurden; später konnten einige der Werke mehrere Wochen lang in der Fassade und der Aula der Sparkasse Feldkirch gesehen werden.

 

Im November und Dezember 2017 wurde unser Atelier von Ferdinand Ruef besetzt.

Es entstanden hunderte Skizzen, Zeichnungen und Drucke. Ein Teil davon wurde in einem Kunstbuch herausgegeben, das im Mai in der Galerie Lisi Hämmerle in Bregenz präsentiert wurde. 

 

Und im April und Mai 2018 arbeitete Ilse Aberer in der Paedakoop Schlins. 

Sie blieb in ihrer Arbeit in der Paedakoop der Beschäftigung mit geometrischen Grundformen treu.

Zu viel, zu laut, zu groß, zu spektakulär ist so vieles heute. Ilse Aberers Anliegen ist die Kraft der leisen Töne. Diese sollen zum Klingen gebracht werden, der Zugang zum Nichtgesehenen, Nichtgehörten, Nichtgespürten soll ermöglicht werden.

 

                            Fotos: Paedakoop